Hamburg (dpa) - Am Tag vor den mit Spannung erwarteten ersten Auftritten der Turnierfavoriten Roger Federer und Tommy Haas ist Jan-Lennard Struff beim ATP-Tennisturnier in Hamburg in die zweite Runde eingezogen.

Der 23-Jährige aus Warstein besiegte nach hartem Kampf in 2:22 Stunden den Argentinier Leonardo Mayer mit 3:6, 6:4, 6:4. Florian Mayer ist derweil in das Achtelfinale eingezogen. Der Bayreuther bezwang den Ukrainer Alexander Dolgopolow mit 6:3, 6:4. Nach 1:05 Stunde verwandelte der 29-Jährige seinen ersten Matchball. Im Achtelfinale trifft Mayer am Donnerstag auf Jan-Lennard Struff aus Warstein oder den Spanier Feliciano Lopez.

Dagegen schieden Julian Reister, Tobias Kamke und Matthias Bachinger bei der mit 1,23 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung am Rothenbaum aus. Lokalmatador Reister unterlag dem Qualifikanten Federico Delbonis aus Argentinien mit 3:6, 3:6. Wildcard-Inhaber Bachinger hatte gegen den Argentinier Carlos Berlocq mit 7:6 (7:5), 1:6, 2:6 das Nachsehen. Der Lübecker Kamke verlor sein Zweitrundenspiel gegen den Spanier Nicolas Almagro mit 3:6, 3:6.

Struff war dagegen froh über das bessere Ende in seinem Match und bedankte sich hinterher beim Hamburger Publikum. "Die Unterstützung der Zuschauer war großartig", meinte er strahlend. "Im ersten Satz habe ich nicht ins Spiel gefunden. Als ich aggressiver spielte, wurde es besser." Das Break zum 3:2 im dritten Satz brachte den Deutschen dann auf die Siegerstraße. Kurz darauf verwandelte er seinen dritten Matchball. Nächster Gegner des Weltranglisten-105. ist der Spanier Feliciano Lopez, der im ATP-Ranking die Nummer 31 ist.

"Er ist ein guter Spieler, der vor allem sehr gut serviert. Ich möchte die Euphorie aus meinem ersten Sieg in Hamburg mitnehmen", sagte Struff. Das ist für Lokalmatador Reister nicht mehr möglich. "Die Enttäuschung ist groß. Ich wäre gerne wie in den vergangenen Jahren in das Achtelfinale gekommen", sagte der 27-Jährige aus Reinbek bei Hamburg. In einem Duell, in dem sich beide Kontrahenten nichts schenkten, unterlag er Delbonis nach 1:44 Stunden Spielzeit.

"Es war ein gutes Match, das für ein 3:6, 3:6 ungewöhnlich lange dauerte. Wir haben beide gut gespielt. Aber mein Gegner war einen Tick besser", gab der aktuell auf Position 107 der Weltrangliste geführte Deutsche zu. Nach dem zweiten Matchball des Argentiniers war für den mit großen Hoffnungen angetretenen Reister alles vorbei.