Hamburg (dpa) - Am Tag vor den mit Spannung erwarteten ersten Auftritten der Turnierfavoriten Roger Federer und Tommy Haas ist Jan-Lennard Struff beim ATP-Tennisturnier in Hamburg in die zweite Runde eingezogen.

Der 23-Jährige aus Warstein besiegte nach hartem Kampf in 2:22 Stunden den Argentinier Leonardo Mayer mit 3:6, 6:4, 6:4. Dagegen ereilte Lokalmatador Julian Reister bei der mit 1,23 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung am Rothenbaum das frühe Aus. Er unterlag dem Qualifikanten Federico Delbonis aus Argentinien mit 3:6, 3:6.

Struff war froh über das bessere Ende in seinem Match und bedankte sich hinterher beim Hamburger Publikum. "Die Unterstützung der Zuschauer war großartig", meinte er strahlend. "Im ersten Satz habe ich nicht ins Spiel gefunden. Als ich aggressiver spielte, wurde es besser." Das Break zum 3:2 im dritten Satz brachte den Deutschen dann auf die Siegerstraße. Kurz darauf verwandelte er seinen dritten Matchball. Nächster Gegner des Weltranglisten-105. ist der Spanier Feliciano Lopez, der im ATP-Ranking die Nummer 31 ist.

"Er ist ein guter Spieler, der vor allem sehr gut serviert. Ich möchte die Euphorie aus meinem ersten Sieg in Hamburg mitnehmen", sagte Struff. Das ist für Lokalmatador Reister nicht mehr möglich. "Die Enttäuschung ist groß. Ich wäre gerne wie in den vergangenen Jahren in das Achtelfinale gekommen", sagte der 27-Jährige aus Reinbek bei Hamburg. In einem Duell, in dem sich beide Kontrahenten nichts schenkten, unterlag er Delbonis nach 1:44 Stunden Spielzeit.

"Es war ein gutes Match, das für ein 3:6, 3:6 ungewöhnlich lange dauerte. Wir haben beide gut gespielt. Aber mein Gegner war einen Tick besser", gab der aktuell auf Position 107 der Weltrangliste geführte Deutsche zu. Nach dem zweiten Matchball des Argentiniers war für den mit großen Hoffnungen angetretenen Reister alles vorbei.

Auch Matthias Bachinger ist gleich in der ersten Runde gescheitert. Der 26-jährige Wildcard-Inhaber unterlag nach 2:16 Stunden dem Argentinier Carlos Berlocq mit 7:6 (7:5), 1:6, 2:6.

Tobias Kamke schied in der zweiten Runde aus. Der 27-Jährige verlor nach 1:07 Stunde gegen den Spanier Nicolas Almagro mit 3:6, 3:6. Die beiden Kontrahenten boten ein Spiel mit vielen langen Ballwechseln. Almagro machte weniger Fehler und verwandelte seinen ersten Matchball. Für Kamke war es gegen den Weltranglisten-15. die dritte Niederlage. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Deutsche gegen Almagro in Hamburg verloren.