Düsseldorf (dpa) - Der weltweit größte Saatguthersteller Monsanto stampft seine Geschäfte mit Gen-Pflanzen in der Europäischen Union weiter ein.

Alle laufenden Zulassungsanträge für den Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen werde das Unternehmen sukzessive zurückziehen, teilte die Montsanto Agrar Deutschland in Düsseldorf mit.

Betroffen von der Entscheidung seien neue Maissorten, Sojabohnen und bestimmte Rüben. Ausgenommen ist dagegen die bereits zugelassene Maissorte MON 810, die schon seit längerem in einigen EU-Staaten verkauft wird.

Monsanto ist ein Konkurrent des Bayer-Konzerns, der ebenfalls im Saatgutgeschäft und der Saatgutbehandlung aktiv ist. In Europa sieht sich Monsanto einem starken Widerstand von Gentechnik-Gegnern gegenüber.

Der US-Konzern hatte bereits im Mai angekündigt, in Europa keine Zulassung für den Anbau neuer gentechnisch veränderter Pflanzen mehr beantragen zu wollen. Das Unternehmen züchtet konventionell oder mit Hilfe der Gentechnik neue Pflanzensorten.

Diese sind besonders ertragreich oder einfach zu ernten, vor allem aber sind sie unempfindlich gegen die Unkrautvernichter, die Monsanto ebenfalls anbietet.

Monsanto betreibe in Europa ein erfolgreiches Geschäft im Bereich Saatgut und Pflanzenschutz, hieß es in der Mitteilung weiter. In die Züchtung und Produktion von konventionellem Saatgut in Europa investiere Monsanto derzeit mehrere 100 Millionen US-Dollar.