Darmstadt (dpa) - Im Darmstädter Prozess um den mysteriösen Fall einer Leiche ohne Kopf und Beine hat die Anklage zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert.

"Alle Indizien sprechen dafür, dass der Angeklagte seinen Mitbewohner mit Gewalt gegen den Kopf in der Wohnung tötete, zerteilte und mit einem Auto wegschaffte", sagte Staatsanwalt Sebastian Zwiebel am Donnerstag vor dem Landgericht. Der 56 Jahre alte Angeklagte soll sein Opfer im September 2012 im hessischen Büttelborn getötet haben. Pilzsammler fanden die in Plastik verpackte und in Brand gesteckte Leiche fast 30 Kilometer entfernt. Kopf und Beine fehlen bis heute.

Am Fundort sei ein Handschuh entdeckt worden, der eindeutig vom Angeklagten stamme, sagte Zwiebel. Dieser habe sich bei Ermittlungen in Lügen verstrickt und "immer wieder neue Versionen aufgetischt".

Landgericht Pressestelle