Barcelona (SID) - Mehr als in London, weniger als in Shanghai: Zwischen dem Olympia-Debakel und der WM-Ausbeute von 2011 will sich der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bei den Weltmeisterschaften in Barcelona positionieren. Fünf bis acht Medaillen sind das offizielle Ziel, das mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vereinbart ist. "Ich bin überzeugt: Es wird besser als in London", verspricht DSV-Präsidentin Christa Thiel im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Bei den Olympischen Spielen vor einem Jahr hatte Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz mit Silber die einzige Medaille geholt, die Beckenschwimmer um Britta Steffen und Paul Biedermann waren erstmals seit 80 Jahren leer ausgegangen. Vor zwei Jahren in Shanghai hatte das DSV-Team 13-mal WM-Edelmetall gewonnen, obwohl im Becken nur fünfmal Bronze heraussprang.

Britta Steffen und Co. sind diesmal für drei bis vier Medaillen vorgesehen, jeweils eine bis zwei sollen Wasserspringer und Freiwasserschwimmer beisteuern. Bleibt der DSV nicht im sogenannten "Zielkorridor", könnte es unangenehme Folgen haben. Eine Kürzung der Projektförderung durch die öffentliche Hand, die in diesem Jahr 626.000 Euro beträgt, droht. "Die Projekte würden dann hinterfragt", sagt DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff. Die jährliche Grundförderung in Höhe von 3,1 Millionen Euro bliebe dagegen unangetastet.