Köln (SID) - Auch DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock hat der Bundestrainerin Silvia Neid vor seinem Abflug zum EM-Viertelfinale der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Italien den Rücken gestärkt. "Es gibt keinen Grund, warum wir nicht hinter ihr stehen sollten, nur, weil wir das letzten Gruppenspiel verloren haben. Es ist klar: Wenn der Erfolg ausbleibt, wird Kritik laut, auch an der Trainerin. Wir sollten aber nicht alles schwarz malen", sagte Sandrock dem SID.

Sandrock verwies auch auf die vielen Verletzungen im deutschen Team. "Wir haben eine junge Mannschaft, viele etablierte Spielerinnen sind nicht dabei. Jammern hilft nicht weiter, das ist klar. Die Mannschaft braucht am Sonntag ein gutes Spiel, dann ist alles möglich. Deswegen reisen der Präsident und ich auch nach Schweden." Das Spiel am Sonntag (18.00 Uhr/ARD und Eurosport) wird Sandrock gemeinsam mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach im schwedischen Växjö verfolgen.

Neid hatte zuvor auch von Niersbach das Vertrauen ausgesprochen bekommen. "Uns war schon vor dem Turnier klar, dass sich der Frauenfußball auch in anderen Ländern weiter entwickelt und die Mannschaften näher zusammenrücken. Wir haben viele junge Spielerinnen mit tollen Perspektiven im Kader, die bei dieser EURO wichtige Erfahrungen sammeln. Silvia Neid hat im Frauenfußball alles erlebt und weiß am besten, wie sie ihr Team jetzt einstellen muss", so Niersbach zum SID.