Barcelona (SID) - Für die deutschen Wasserspringer hat die WM in Barcelona mit einer Enttäuschung begonnen. Das neu formierte Synchron-Paar Tina Punzel/Kieu Duong (Dresden/Berlin) verpasste zum Auftakt vom 3-m-Brett als Vorkampf-13. (250,80) das Finale am Samstagabend (ab 17.30 Uhr). Aufgrund von zwei verpatzten Kürsprüngen fehlten am Ende 1,17 Punkte zum Einzug in den Endkampf der zwölf besten Paare. Top-Favorit auf Gold sind die Chinesinnen Wu Minxia/Shi Tingmao, die den Vorkampf mit 334,20 Punkten dominierten.

"Es ist ärgerlich, aber Wunderdinge konnte man von uns nicht erwarten, dafür lief es schon im Training nicht so gut", sagte Duong und erklärte die fehlende Synchronität vor allem in den Kürsprüngen mit dem unterschiedlichen Körperbau. Punzel ist zehn Zentimeter größer und auch etwas schwerer als ihre Teamkollegin. "Das ist nicht die optimale Konstellation", sagte Punzel: "Aber ich habe den Wettkampf schon abgehakt und konzentriere mich voll auf meine Einzelstarts."

Die 17-Jährige, die bei der EM vor einem Monat in Rostock im Einzel-Wettbewerb sensationell den Titel gewonnen hatte, tritt bei der WM noch in den Einzel-Wettbewerben vom 1- und 3-m-Brett an.

Selbst bei einem Finaleinzug hätte das Duo Punzel/Duong im Normalfall in den Kampf um Edelmetall nicht eingreifen können. Die bislang letzte deutsche WM-Medaille im 3-m-Synchronspringen der Frauen hatten die damaligen Zweiten Ditte Kotzian und Heike Fischer 2007 im australischen Melbourne gewonnen.