Stuttgart (SID) - Bernd Wahler wird aller Voraussicht nach der neue starke Mann beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Auf der Mitgliederversammlung der Schwaben, die am Montag um 18.00 Uhr beginnt, steht der 55 Jahre alte adidas-Manager als einziger Kandidat vor der Wahl zum Präsidenten des fünfmaligen deutschen Meisters. Wahler würde die Nachfolge des im April zurückgetretenen Gerd Mäuser antreten.

Mit dem wahrscheinlichen Aufstieg Wahlers zum VfB-Präsidenten erhofft sich der Verein nach den Querelen der vergangenen Saison einen Neuanfang und Planungssicherheit. Trotz des Einzugs ins DFB-Pokal-Finale hatte es intern große Unstimmigkeiten gegeben, in deren Folge Aufsichtsratchef Dieter Hundt und Mäuser ihren Rücktritt erklärt hatten.

Einen Gegenkandidaten zum vom Aufsichtsrat aufgestellten Wahler wird es nicht geben, da in der Vereinssatzung des VfB lediglich ein Bewerber für den Posten des Präsidenten vorgesehen ist.

Wahler ist seit mehr als 25 Jahren für den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach tätig und hatte in diesen Jahren dort mehrere Führungspositionen inne. Er führte auch die WM-Fußballprojekte des Unternehmens bei den Weltmeisterschaften 1994 in den USA, 2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika. In der C- und B-Jugend war er als Fußballer für den VfB aktiv.

"Mit Bernd Wahler haben wir unseren Wunschkandidaten. Er vereint alle Punkte unseres Anforderungsprofils. Er ist eine hoch angesehene Führungskraft einer Weltmarke, kennt sich im Fußballgeschäft aus, pflegt ein weltweites Netzwerk, kommt aus der Region, ist VfBler und hat den Brustring sogar zu Jugendzeiten selbst getragen", hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt erklärt.