Düsseldorf (SID) - Nach zahlreichen Insolvenzverfahren in den vergangenen Wochen hat DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock die Traditionsvereine in die Pflicht genommen und zu seriöserem Wirtschaften aufgefordert. "Traditionsvereine sollten darüber nachdenken, ob Tradition alleine ausreicht. Ziele, die man sich setzt, müssen auch im Einklang mit wirtschaftlichen Voraussetzungen stehen", sagte der 56-Jährige dem SID: "Ich habe selbst bei einem dieser Traditionsvereine (MSV Duisburg, d. Red.) gearbeitet und weiß, dass man dort oft ein Getriebener ist. Aber das darf nicht dazu verleiten, dass man mehr ausgibt als man einnimmt."

Beim DFB, der als Organisator der 3. Liga die Gelder verteilt, sieht der Generalsekretär keine Schuld. "Die Vereine sind autonome Wirtschaftsunternehmen, und das fordern sie auch immer wieder ein", erklärte er: "Zudem gibt es auch Traditionsvereine, die es geschafft haben, sich - auch über die 3. Liga - zu konsolidieren und zurückzukehren. Eintracht Braunschweig oder Fortuna Düsseldorf sind gute Beispiele für stabiles Management, immer in dem Wissen: Wir haben einen starken Fußball-Standort und können auch aus einer 3. Liga zurückkehren."