Spielberg (SID) - Die Formel 1 kehrt anscheinend schon im nächsten Jahr nach Österreich zurück. Elf Jahre nach dem bisher letzten Rennen in Spielberg, das Rekord-Weltmeister Michael Schumacher 2003 im Ferrari gewann, sollen Sebastian Vettel und Co. wieder in der Alpenrepublik Gas geben.

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone und Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz haben sich demnach bereits über ein Comeback des Grand Prix in der Steiermark geeinigt. Das teilte Red Bull mit. Sollten die erforderlichen behördlichen Genehmigungen gewährleistet werden, würde das Rennen in Spielberg am 6. Juli 2014 stattfinden.

Nach dem bisher letzten Rennen im Jahr 2003 wurde die Strecke in Spielberg an Red-Bull-Gründer Mateschitz verkauft. Der Milliardär baute das Gelände in der Folge zu einem modernen Motorsportzentrum um. Im Mai 2011 wurde die Strecke als "Red Bull Ring" wiedereröffnet.

Österreich wäre neben den geplanten Rennen in New York (USA) und Sotschi (Russland) das dritte neue Rennen im prall gefüllten Formel-1-Kalender. Welcher Grand Prix dafür weichen muss, ist noch nicht klar.

Ecclestone erstellt nach seinen Verhandlungen mit den Streckenbetreibern einen vorläufigen WM-Kalender und legt seinen Vorschlag dann dem Motorsport-Weltrat des Automobil-Weltverbandes FIA vor, der diesen meistens absegnet. Ein erster Entwurf wird in der Regel im Spätsommer bekannt gegeben, die definitive Version wird dann im Dezember beschlossen. Zuletzt hatte Ecclestone immer wieder angedeutet, dass der PS-Zirkus mehr als 20 Rennen pro Jahr verkraften könnte.

Bereits vor einem Jahr wurde über eine Rückkehr des Grand Prix von Österreich spekuliert - als Ersatz für das Rennen in New York, das bereits 2013 stattfinden sollte, wegen Verzögerungen beim Bau der Strecke aber verschoben werden musste. Damals legte Ecclestone sein Veto ein, da die Infrastruktur in der Region den Ansprüchen in der Formel 1 nicht gerecht würde. Es habe unter anderem zu wenig Hotelbetten gebeten.

Die Betreiber der Rennstrecke in Spielberg wurden mit hohen Umweltauflagen belegt. Derzeit sind pro Renn-Wochenende nicht mehr als 25.000 Zuschauer auf dem Kurs zugelassen. Allerdings hat auch die DTM für ihr jährliches Gastspiel eine entsprechende Sondergenehmigung erhalten.