Frankfurt/Main (SID) - Der offenbar abwanderungswillige Torwart Michael Rensing könnte den Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf nach nur sechs Wochen theoretisch wieder verlassen und bis zum 31. August bei einem neuen Klub anheuern. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bestätigte auf SID-Nachfrage, dass der 29-Jährige innerhalb der Transferperiode einen Vertrag bei einem zweiten Klub unterschreiben kann, sofern sich Fortuna und er gütlich auf eine Vertragsauflösung einigen.

"Das ist möglich. Da Rensing für die Fortuna noch kein Pflichtspiel bestritten hat, könnte er theoretisch sogar bis Ende August noch zweimal den Verein wechseln, was aber natürlich sehr unwahrscheinlich ist", sagte Jürgen Paepke, Direktor Recht bei der DFL, dem SID. Dies ergebe sich aus Paragraf 5, Nummer 1, Absatz 3 der Lizenzordnung Spieler (LOS). "Einem Spieler kann im Zeitraum vom 1.7. bis 30.6. des Folgejahres für höchstens drei Vereine oder Kapitalgesellschaften eine Spielerlaubnis erteilt werden. In diesem Zeitraum kann der Spieler in Pflichtspielen von lediglich zwei Vereinen oder Kapitalgesellschaften eingesetzt werden", heißt es im entsprechenden Abschnitt der LOS.

Der ehemalige Bayern-Torwart Rensing, erst seit dem 1. Juli dieses Jahres Angestellter bei Fortuna Düsseldorf, hatte am Montag für einen Eklat gesorgt. Nachdem Trainer Mike Büskens ihm mitgeteilt hatte, dass er als Nummer zwei hinter Fabian Giefer in die neue Saison startet, hatte Rensing das Trainingsgelände verlassen und war nach Hause gefahren. Büskens strich den Keeper anschließend aus dem Kader. Beim 1:0 der Fortuna gegen Cottbus war Rensing nicht im Stadion, er wurde durch Youngster Robin Heller (18) ersetzt.

Am Dienstag wollte sich der Fortuna-Vorstand mit der Angelegenheit beschäftigen und anschließend eine Entscheidung treffen. Dass Rensing seinen bis 2014 datierten Vertrag beim Bundesliga-Absteiger erfüllt, ist unwahrscheinlich.