Lausanne (SID) - Der frühere Sprinter Erik Zabel zieht nach seinem umfassenden Doping-Geständnis auch selbst Konsequenzen. Der 43-Jährige trat am Montag aus dem Profi-Beirat des Weltverbandes UCI zurück. Das teilte die UCI mit. Demnach informierte Zabel UCI-Präsident Pat McQuaid (Irland) in einem Gespräch über seine Demission und unterstrich dabei sein "tiefes Bedauern darüber, so lange über die Einnahme verbotener Substanzen gelogen" zu haben. "Der Radsport ist heute sauberer, und deswegen bin ich nicht mehr die richtige Person im Profi-Beirat", sagte Zabel laut der UCI-Mitteilung weiter.

Der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France hatte am Sonntag in einem Interview die Einnahme von Doping von 1996 bis 2002 gestanden. Daraufhin hatte Zabel schon vor seinem Rücktritt aus dem UCI-Gremium seine Posten als Sportdirektor der Hamburger Cyclassics und der Berliner ProRace verloren. Ob der Fröndenberger Sportdirektor des russischen Profi-Teams Katjuscha bleibt, war zu Wochenbeginn noch unklar.