Santiago de Compostela (dpa) - Der Lokführer des Unglückszuges von Spanien war zum Zeitpunkt des Unfalls am Telefon. Er habe am Mittwochabend mit einem Kollegen der Eisenbahngesellschaft Renfe telefoniert und gleichzeitig auf ein Blatt Papier geschaut, berichteten spanische Medien unter Berufung auf das Oberlandesgericht von Galicien. Eine erste Analyse der Blackbox habe zudem ergeben, dass der Lokführer mit 192 Kilometern pro Stunde in die Tempo-80-Zone gefahren sei. Beim schlimsten Bahnunglück seit 40 Jahren in Spanien kamen 79 Menschen ums Leben.