Berlin (AFP) Die im SPD-Wahlkampfteam für Netzpolitik zuständige Gesche Joost hat der Bundesregierung im Zusammenhang mit der NSA-Spähaffäre "tiefes technisches Unwissen" vorgeworfen. Dieses paare sich mit Untätigkeit, sagte Joost der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" vom Dienstag. Sie kritisierte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der darauf verwiesen habe, dass die Daten, die der Geheimdienst NSA abgreife, auf US-Servern lägen. "Das ist doch Augenwischerei", sagte die Netzexpertin und Professorin für Designforschung. "Das Netz ist nun mal global. Da können wir nicht mehr mit Ländergrenzen argumentieren."