Braunschweig (SID) - Mit einer "Null-Toleranz-Politik" gegenüber gewaltbereiten Chaoten wollen Eintracht Braunschweig und die Polizei Ausschreitungen und Straftaten im Rahmen von Spielen in der Fußball-Bundesliga in der kommenden Saison verhindern. Besonders die brisanten Derbys zwischen dem Aufsteiger und Hannover 96 sowie dem VfL Wolfsburg stellen den Klub und die Beamten vor große Herausforderungen.

"Der Schulterschluss zwischen der Polizei und Eintracht Braunschweig wird noch einmal intensiviert", sagte Cordula Müller von der Polizei Braunschweig: "Wir wollen das nächste Jahr nicht nur sportlich erfolgreich über die Bühne bringen. Die Bundesliga ist auch für uns eine Herausforderung."

Besonders die Rivalität zwischen den Eintracht- und den 96-Anhängern gilt traditionell als extrem vergiftet. Zudem ist das Spiel in Hannover auf das Wochenende 9./10. November terminiert worden. Beide Klubs haben bereits einen Antrag gestellt, dass die Partie nicht am 10. November ausgetragen wird - es ist der Todestag von Robert Enke.

Für die Derbys sehen sich Polizei und Klub insgesamt gut gerüstet. "Als der Aufstieg feststand, haben wir sofort die Gespräche mit den Kollegen in Hannover und Wolfsburg aufgenommen und überlegt, wie wir die Derbys organisieren", sagte Uwe Schmiedt, Leiter des Polizeikommissariats Braunschweig-Nord und verantwortlich für die Einsätze am Rande der Eintracht-Spiele: "Abgesehen von den Vorfällen an Pfingsten ist kein signifikanter Anstieg der Gewalt im Zusammenhang mit Fußball in Braunschweig zu erkennen."

Nach dem letzten Zweitliga-Heimspiel der Vorsaison gegen den FSV Frankfurt hatten Chaoten aus dem Eintracht-Umfeld in der Braunschweiger Innenstadt randaliert, ein Lokal zerstört und mehrere Polizisten verletzt. Als erste Konsequenz aus den Ausschreitungen am Rande der Aufstiegsfeierlichkeiten wird die Eintracht in Kürze zahlreiche Stadionverbote aussprechen.