Maranello (dpa) - Ferrari hat seinen Formel-1-Star Fernando Alonso in bislang ungekannter Manier öffentlich gemaßregelt. Die jüngsten Kommentare des Spaniers seien weder bei Präsident Luca di Montezemolo noch irgendeinem anderen im Team gut angekommen, schrieb die Scuderia auf ihrer Homepage.

Di Montezemolo erinnerte Alonso bei seinem Glückwunsch-Anruf zu dessen 32. Geburtstag dann auch unmissverständlich daran, dass "alle großen Champions, die für Ferrari gefahren sind, immer darum gebeten wurden, die Interessen des Teams über die eigenen zu stellen", schrieb Ferrari.

Di Montezomolo machte zudem klar: "Dies ist der Moment ruhig zu bleiben, Polemik zu vermeiden und Demut sowie Entschlossenheit zu zeigen, den eigenen Beitrag zu leisten, dem Team und den Leuten an und außerhalb der Strecke beizustehen."

Alonso hatte nach seinem fünften Platz beim Großen Preis von Ungarn geklagt, dass sich Ferrari nicht wirklich verbessert habe und das Team nicht konkurrenzfähig sei. In der WM-Wertung vergrößerte sich der Rückstand des Spaniers auf den Budapest-Dritten Sebastian Vettel auf mittlerweile 39 Punkte. Zudem musste Alonso seinen zweiten WM-Rang an Kimi Räikkönen im Lotus abgeben. Hinzu kamen wüste Spekulationen, nachdem auch noch der Manager des Iberers im Red-Bull-Motorhome gesichtet worden war. Allerdings soll es bei den Gesprächen nicht um Alonso gegangen sein.

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