Aigle (SID) - Der Radsport-Weltverband UCI könnte mit einer kurzfristigen Statutenänderung seinen umstrittenen Präsidenten Pat McQuaid vor der Abwahl bewahren und ihm zu einer dritten Amtszeit verhelfen. Wie die UCI mitteilte, prüfe man eine entsprechende Idee des Verbandes aus Malaysia. Dieser hatte vorgeschlagen, dass unabhängig von der Entscheidung des Heimatlandes des jeweiligen Kandidaten grundsätzlich die Zustimmung zweier Verbände für eine Nominierung ausreichen könnte.

Nach McQuaids fragwürdiger Haltung im Doping-Skandal um Lance Armstrong verweigert der irische Verband bislang seine Unterstützung und steht einer Wiederwahl des Amtsinhabers auf dem UCI-Kongress am 27. September damit noch im Weg. Der 63 Jahre alte McQuaid besitzt allerdings auch in der Schweiz eine Lizenz und hat sich vom Verband der Eidgenossen aufstellen lassen. Ob dieses Vorgehen zulässig ist, wird derzeit noch geprüft.

Sollte der Antrag aus Malaysia durchgewunken werden, wäre eine Nominierung des Präsidenten wohl garantiert. Neben der Schweiz unterstützen auch Thailand und Marokko McQuaid. Der Ire steht der UCI seit 2005 vor, nachdem er den ebenfalls höchst umstrittenen Niederländer Hein Verbruggen abgelöst hatte.