Barcelona (SID) - Präsidentin Christa Thiel vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hält sich nach den bislang größtenteils desolaten Auftritten von Britta Steffen und Co. bei der WM in Barcelona mit Kritik noch zurück. "Das ist natürlich enttäuschend. Die Beckenschwimmer haben sicher Probleme, aber die kann Henning Lambertz nicht von heute auf morgen lösen", sagte Thiel dem SID und nahm damit den neuen Chef-Bundestrainer, der seit Jahresbeginn im Amt ist, in Schutz.

Die Verbandschefin hat angeblich bislang weder von Lambertz noch von DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow Erklärungen für die schwachen Auftritte im Palau Sant Jordi verlangt. "Die haben jetzt genug damit zu tun, das alles zu analysieren. Ich warte noch ein bisschen ab", sagte die Anwältin und meinte: "Wir haben alle keine Wunderdinge erwartet."

Die Bilanz ist bislang niederschmetternd. Bis auf den Hamburger Steffen Deibler (50 m Schmetterling) und den Essener Hendrik Feldwehr (100 m Brust) konnte nach drei von acht Wettkampftagen kein DSV-Starter seine bei der DM im April geschwommene Zeit bestätigen. Das von Lambertz im Vorfeld ausgerufene Ziel von 70 Prozent Zeitverbesserungen ist nicht mehr zu erreichen, bislang sind es gerade einmal zwölf Prozent.