Rom (dpa) - Italien hat mit einer Trauerfeier Abschied von den 38 Todesopfern des schweren Busunglücks bei Neapel genommen. Das Gedenken, an dem auch Ministerpräsident Enrico Letta und zahlreiche weitere Politiker teilnahmen, begann am Morgen in einer Sporthalle in Pozzuoli westlich von Neapel.

Aus dieser Stadt stammten die meisten der Opfer. Schon Stunden vor Beginn der Zeremonie war die Halle voll, nach Polizeiangaben nahmen etwa 4000 Menschen teil.

Die Namen der 38 Todesopfer wurden vor Beginn der Trauerfeier vorgelesen. Ihre Särge standen aufgereiht vor dem Altar und waren mit Blumen bedeckt. Viele Angehörige blieben auch neben den Särgen sitzen, weinten und umarmten sich. "Wir weinen gemeinsam mit den Einwohnern. Es ist der Schmerz des ganzen Landes", sagte Letta der Zeitung "Il Mattino".

Bei einem der schwersten Busunglücke Italiens war am Sonntagabend ein Reisebus auf der Autobahn 16 östlich von Neapel auf ein Stauende aufgefahren und 30 Meter tief von einer Autobahnbrücke gestürzt. 38 der 48 Menschen an Bord starben, zehn wurden schwer verletzt.