Stuttgart (dpa) - Der Autokonzern Daimler hat nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts Stuttgart zwei frühere IT-Experten in Schein-Werkverträgen beschäftigt.

Zwischen den beiden Beschäftigten und dem Autohersteller habe ein Arbeitsverhältnis bestanden, begründete der Vorsitzende Richter Ulrich Hensinger das Urteil am Donnerstag. Damit habe eine unerlaubte Arbeitnehmerüberlassung vorgelegen.

Die beiden Männer hatten vor dem Stuttgarter Landesarbeitsgericht geklagt, weil sie zwar Verträge mit einem IT-Systemhaus hatten, aus ihrer Sicht aber wie Arbeitnehmer des Autobauers behandelt worden waren.

Beide haben mittlerweile bei anderen Arbeitgebern eine Stelle, fordern aber eine Festanstellung bei dem Dax-Konzern. Die Kläger waren zuvor vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht gescheitert. Das Urteil sollte ursprünglich an diesem Freitag (2. August) verkündet werden. Es ist aber um einen Tag vorverlegt worden.

Das Landesarbeitsgericht hat Revision vor dem Bundesarbeitsgericht zugelassen. Daimler werde nun die Urteilsbegründung prüfen und abwägen, ob man diese Möglichkeit nutze, sagte eine Sprecherin des Autoherstellers.