München (dpa) - Aktionärsschützer wollen nach dem Führungswechsel bei Siemens die Rolle des Aufsichtsrats klären und auf der nächsten Hauptversammlung Fragen dazu stellen.

"Deutschlands führender Technologiekonzern hat sich vor den Augen der Welt eine unwürdige Posse geleistet. Das war auf keinen Fall im Sinne der Anteilseigner", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"So kann es nicht richtig sein, dass einzelne Ratsmitglieder sich öffentlich erklären, als seien sie unbeteiligte Dritte, die den Siemens Konzern von außen betrachten."

Am Mittwoch war nach tagelangem Hickhack Konzernchef Peter Löscher abgelöst und durch den bisherigen Finanzvorstand Joe Kaeser ersetzt worden.

Löscher-Erklärung

Siemens-Mitteilung