Wiesbaden (dpa) - Kein eigenes Schlafzimmer für die Eltern oder für die erwachsenen Kinder - so wohnen in Deutschland sieben Prozent der Bevölkerung. Vor allem Menschen mit geringem Einkommen seien betroffen, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Der Anteil unter armutsgefährdeten Personen liege mit 20 Prozent fünf Mal höher als unter anderen Bürgern (vier Prozent). Basis des EU-weiten Vergleichs ist die Erhebung EU-SILC aus dem Jahr 2011.

Beengte Wohnverhältnisse sind nach dem Ergebnis der Erhebung vor allem in den östlichen EU-Ländern verbreitet. So waren 2011 in Rumänien 54 Prozent der Bevölkerung betroffen, in Bulgarien, Polen, Ungarn, Kroatien und Lettland jeweils über 40 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil in den Niederlanden mit weniger als zwei Prozent.

Destatis-Mitteilung