München (dpa) - Die Ära von Kent Nagano an der Bayerischen Staatsoper ist am Mittwochabend mit einer gefeierten Vorstellung von Richard Wagners "Parsifal" zu Ende gegangen.

Das Publikum im ausverkauften Münchner Nationaltheater dankte dem sichtlich gerührten Dirigenten mehr als zehn Minuten lang mit frenetischem Beifall.

Eine offizielle Dankadresse von Staatsopernintendant Nikolaus Bachler gab es nicht. Dieser saß zwar in der Direktionsloge, ergriff jedoch nicht die Gelegenheit, Naganos siebenjähriges Wirken als Generalmusikdirektor der Staatsoper zu würdigen. Vor drei Jahren hatte Nagano nach einem Zerwürfnis mit Bachler erklärt, seinen Vertrag nicht über 2013 hinaus zu verlängern.

Nagano wird Deutschland jedoch nicht verlassen. 2015 wechselt er in gleicher Position an die Hamburgische Staatsoper. Sein Nachfolger in München wird ab diesem Herbst Kirill Petrenko, der gerade bei den Bayreuther Festspielen eine von Publikum und Kritik begeistert aufgenommene Neuinszenierung des "Rings" dirigiert hat.

Mit Naganos letzter Vorstellung gingen auch die Münchner Opernfestspiele 2013 zu Ende. Nach Angaben der Staatsoper erreichte die Auslastung der Opern- und Liederabende mit annährend hundert Prozent einen neuen Höchststand. An 41 Tagen standen mehr als 75 Veranstaltungen auf dem Spielplan, darunter eine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis "Il trovatore" und die Deutsche Erstaufführung der Oper "Written on skin" von George Benjamin.