Berlin (AFP) In der Affäre um weltweite Datenspähprogramme und mögliches Mitwissen deutscher Stellen greift der Bundesbeauftragte für Datenschutz die eigene Regierung ungewöhnlich scharf an. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung (Freitagsausgabe) kritisierte Peter Schaar die jüngsten Beschwichtigungen von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU): "Wie Herr Pofalla zu sagen, die deutschen Nachrichtendienste hielten zu 100 Prozent den Datenschutz ein, ist sehr mutig", sagte Schaar dem Blatt. "Wenn Sie meine Tätigkeitsberichte lesen, werden Sie feststellen, dass da auch nicht alles zu 100 Prozent datenschutzkonform gelaufen ist."