Frankfurt/Main (dpa) - Ermutigende Daten aus den USA und China haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag nicht zu einem klaren Kurs verhelfen können. Nach einem guten Start pendelte der Leitindex Dax zwischen Gewinnen und Verlusten und stand zuletzt bei 8316 Punkten und damit um 0,11 Prozent höher.

Für den MDax ging es um 0,04 Prozent auf 14 688 Punkte aufwärts. Der TecDax gewann 0,17 Prozent auf 1020 Punkte hinzu. In Europa sah die Situation ähnlich aus: Der EuroStoxx 50 rückte zuletzt um 0,05 Prozent vor.

Dass der Markt wie im Halbschlaf vor sich hindämmere, sollte nicht weiter überraschen, kommentierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Marktes. Trotz der überraschend guten Daten zur Industrieproduktion aus China sei es kein wirklich spannender Handelstag. Die Ferienzeit mache sich auch am Markt bemerkbar.

Hierzulande ebbte an diesem Freitag nach der Zahlenflut im Wochenverlauf der Nachrichtenstrom mit nur wenigen Bilanzen auf der Agenda deutlich ab. So legten Rheinmetall und ElringKlinger aus dem MDax Zahlen vor. Um mehr als sieben Prozent stiegen die Aktien von ElringKlinger. Der Zulieferer trotzte im zweiten Quartal der Autoflaute in Europa und legte bei Umsatz und Gewinn überraschend stark zu.

Bei Rheinmetall zogen hohe Kosten für den Unternehmensumbau und ein schwaches Rüstungsgeschäft den Autozulieferer und Rüstungskonzern im ersten Halbjahr in die roten Zahlen. Wegen der Flaute in der Rüstungssparte hatte Rheinmetall erst kürzlich seine Jahresprognose zusammengestrichen. Die Aktien arbeiteten sich nun um 4,82 Prozent vor.

Am Rentenmarkt stieg Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,39 Prozent am Vortag auf 1,40 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 133,55 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,20 Prozent auf 142,43 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3373 (Donnerstag: 1,3360) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7478 (0,7485) Euro.