Budapest (dpa) - Bitteres Aus gegen den Titelverteidiger: Das deutsche Herrensäbelteam ist bei der Fecht-WM in Budapest im dramatischen Viertelfinale mit 43:45 an Russland gescheitert.

Das Dormagener Quartett Nicolas Limbach, Benedikt Wagner, Max Hartung und Matyas Szabo lag gegen den Olympia-Vierten von London zu Beginn vorn, als der WM-Sechste Hartung gegen Weltmeister Wenjamin Reschetnikow ein 5:4 vorlegte.

Der Weltranglistenfünfte Wagner, der im Einzel schon in Runde eins ausgeschieden war, und der ehemalige Weltchampion Limbach konnten die Führung für den WM-Vierten von 2011 aber nicht verteidigen. Im Gegenteil: Nach weiteren Teilgefechten von Hartung und Limbach stand es 30:24 für den Weltranglistendritten Russland.

Bundestrainer-Sohn Matyas Szabo führte das Quartett seines Vaters Vilmos auf 29:32 und 31:35 heran. Limbach glich anschließend gegen Reschetnikow auf 35:35 aus und ging sogar 37:35 und 40:38 in Führung. Der WM-Sechste Hartung musste im Schlussgefecht gegen den WM-Zweiten Nikolai Kowalew ran - und kassierte nach einem 42:40-Zwischenstand die entscheidenden Treffer zum 43:45.

Deutschland hatte sich mit einem mühelosen 45:13 über Kuwait und einem nur anfangs gefährdeten 45:26 gegen Kanada für die Runde der besten acht Mannschaften qualifiziert.

Deutschlands Florettdamen mit Einzel-Silbermedaillengewinnerin Carolin Golubytskyi sind bei der WM im Achtelfinale ausgeschieden. Gegen den Weltranglistenneunten China gab es ein unerwartetes 39:40 nach Verlängerung. Damit muss Deutschland wie schon vor zwei Jahren in Catania auf Sizilien in die Runde um die Plätze neun bis 16.

Schlussfechterin Golubytskyi führte bis zur letzten Sekunde, musste dann aber den Treffer von Chen Bingbing zum 39:39 hinnehmen. Zusammen mit ihren Tauberbischofsheimer Mitfechterinnen Katja Wächter, Anne Sauer und Sandra Bingenheimer hatte Golubytskyi zwischendurch geführt.

Schon 2011 war Deutschland mit dieser Damenwaffe im Achtelfinale ausgeschieden. Damals hatte es eine Pleite gegen Kanada gesetzt. Rang neun war das enttäuschende Endergebnis. Die letzte WM-Medaille für eine deutsche Frauenflorettmannschaft hatte es 2009 mit Bronze im türkischen Antalya gegeben.

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