Halle (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück diskutiert in Halle über die Entwicklung im Osten Deutschlands. Nach einer Grundsatzrede will er sich unter dem Motto "Neue Impulse für Ostdeutschland" den Fragen von Bürgern stellen, wie die SPD mitteilte.

Während der etwa dreistündigen Konferenz an der Saale wollen die Sozialdemokraten unter anderem darüber debattieren, wie es heute um gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland 24 Jahre nach der Wende steht. Am 22. September ist Bundestagswahl.

Kritik musste der SPD-Kanzlerkandidat zuletzt nach einer Veranstaltung in Berlin einstecken. Dabei hatte er der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihr fehle es unter anderem wegen ihrer DDR-Herkunft an Leidenschaft für die Europapolitik. Die Union warf Steinbrück unlauteren Wahlkampf und zugleich Diffamierung von Ostdeutschen vor.

Die SPD sieht gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland unter anderem in der Chancengleichheit von Mann und Frau im Beruf sowie einem gleichen Recht auf eine gebührenfreie Betreuung und Bildung für alle Kinder. Weder die soziale Herkunft, noch Ost oder West, dürften darüber entscheiden. Zudem will die SPD einen gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn in Deutschland.

Beim SPD-Wahlkampfauftakt am Donnerstag in Hamburg hatte Steinbrück die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro bekräftigt. Seit Tagen tourt Steinbrück im Wahlkampf durch Deutschland, am Freitag war er in Mecklenburg-Vorpommern.

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