Halle (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Leistung der Ostdeutschen zur deutschen Einheit gewürdigt. Sie hätten sich seit 1989 nie unterkriegen lassen, selbst als eigene Biografien weggebrochen seien, sagte er am Samstag bei einer SPD-Konferenz in Halle. "Zupacken, zusammenhalten, Solidarität, Probleme gemeinsam meistern, sich nicht entmutigen lassen" - das zeichne die Menschen aus. Dies sei Westdeutschen bis heute nicht immer bewusst, sagte Steinbrück.

Der Aufbau im Osten etwa von Städten sei aber nur durch eine "gesamtdeutsche Kraftanstrengung" ermöglicht worden. "Ohne westdeutsche Transferleistungen wäre Ostdeutschland in vieler Hinsicht nicht so schnell auf die Beine gekommen".

Zugleich sprach sich Steinbrück für weitere Aufbauhilfen zur Angleichung der Lebensverhältnisse aus. Dabei komme es nicht auf die Himmelsrichtung an. Eines der wesentlichen Ziele bei der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West sei für die SPD die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 8,50 Euro brutto.

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