Stuttgart (dpa) - Unglücksrabe Daniel Schwaab vom VfB Stuttgart hat Bayer Leverkusen unfreiwillig zur Einstellung eines Vereinsrekordes verholfen.

Dank eines wenig berauschenden 1:0 (1:0) am Samstag gewann die Mannschaft von Trainer Sami Hyypiä saisonübergreifend zum siebten Mal in Serie in der Fußball-Bundesliga und egalisierte damit die Bestmarke aus dem Jahr 2001.

Der erst im Sommer von Bayer zu den Stuttgartern gewechselte Schwaab besiegelte mit seinem Eigentor in der 42. Minute die Niederlage des VfB und machte vor 40 800 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena den schwäbischen Fehlstart perfekt. Die Gäste aus Leverkusen hingegen holten aus den ersten beiden Bundesligapartien die optimale Ausbeute von sechs Zählern.

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und dessen Vorgänger Jürgen Klinsmann stellte Stuttgarts Coach Bruno Labbadia seine Startelf im Gegensatz zum verpatzten Auftakt in Mainz (2:3) um. Nach dem Ausfall von Serdar Tasci (Einriss im linken Außenmeniskus) verteidigte eine Dreierkette um Schwaab, der im Sommer nach vier Jahren von Bayer gekommen war. Auf den Außen verstärkten bei Bedarf Gotoku Sakai und Konstantin Rausch die VfB-Deckung.

Gegen dieses variable 3-4-3-System der Schwaben kam die hochgelobte Leverkusener Offensive um Stefan Kießling, Sidney Sam und Heung-Min Son zunächst nicht wie gewohnt zum Zug. Auch wenn Sam (22.) mit einem Pfostentreffer für das Team von Trainer Hyypiä, der seiner beim Auftakt gegen Freiburg (3:1) siegreichen Mannschaft vertraute, schon für die Führung hätte sorgen können.

Beide Mannschaften leisteten sich zwar in der Rückwärtsbewegung die eine oder andere Nachlässigkeit, doch den roten Faden im Aufbau fanden weder der VfB noch Bayer. Zu spät oder zu schludrig fielen die Abspiele aus. Effektivität? Mangelware!

Labbadia feuerte seine Spieler von der Seitenlinie aus immer wieder an. Doch kurz vor der Pause erwies sich Schwaab als Unglücksrabe. Der 24-Jährige wollte eine Flanke von Sebastian Boenisch im Strafraum klären, überwand jedoch unglücklich den machtlosen Schlussmann Sven Ulreich. Mit einem Pfeifkonzert ihrer Fans wurden die Schwaben in die Halbzeit verabschiedet.

Mit Cacau für Rausch und Moritz Leitner für Boka setzte Labbadia nach dem Wechsel auf Offensive und mehr Ballsicherheit. Tatsächlich gewannen die Schwaben auch die Oberhand. Vor dem Tor blieben Kapitän Christian Gentner & Co. aber blass. Die Bayer-Elf wollte ihrerseits unbedingt den 2001 noch unter Klaus Toppmöller aufgestellten Clubrekord knacken und bot Paroli. Wenngleich die Begegnung auf bescheidenem Niveau blieb.

Der VfB hatte in einer am Ende nickligen Partie noch einmal gute Chancen. Gentner (81.) vergab per Fernschuss, Youngster Tobias Werner (88.) im Power Play. Die sichere Leverkusener Deckung um Emir Spahic und Ömer Toprak ließ sich jedoch nicht mehr bezwingen.

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