Singapur (dpa) - Die Sorge vor einer Eskalation des Syrien-Konflikts hat die Ölpreise am Mittwoch weiter stark nach oben getrieben. Der Preis für US-Öl erreichte am Morgen den höchsten Stand seit Mai 2011, nachdem die Notierung bereits am Vortag stark zugelegt hatte.

Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 112,02 US-Dollar. Das waren 3,01 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sprang um 2,75 Dollar nach oben auf 117,11 Dollar.

Eine Woche nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien steht ein Militärschlag des Westens gegen das Regime in Damaskus möglicherweise unmittelbar bevor. Der Sender NBC berichtete, Raketenangriffe auf Ziele in dem Land könnten bereits am Donnerstag beginnen. Schon jetzt sei die Unsicherheit der Anleger am Ölmarkt vor einer Eskalation der Lage groß, beschrieb ein US-Rohstoffexperte die Stimmung. Die Sorge könnte seiner Einschätzung nach mit Blick auf den bevorstehenden Militärschlag noch weiter steigen.