Stuttgart (SID) - Bernhard Bauer kann im Fall seiner Wahl zum Präsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB) auf die Unterstützung des renommierten Sportwissenschaftlers und früheren Handball-Bundesligaspielers Helmut Digel setzen. "Er hat mir zugesichert, den Vorsitz im wissenschaftlichen Beirat zu übernehmen. Darüber bin ich sehr froh", sagte Bauer im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten (Mittwochausgabe).

Bauer, dessen Wahl auf dem DHB-Bundestag am kommenden Samstag (21. September) zum Nachfolger des langjährigen Präsidenten Ulrich Strombach als sicher gilt, möchte einen wissenschaftlichen Beirat gründen, der unmittelbar dem künftigen Präsidium zuarbeitet.

"Unabhängige Experten sollen dabei den Finger in die Wunden legen, die wir möglicherweise noch gar nicht erkannt haben", sagte Bauer dem Blatt und fügte hinzu: "Wir dürfen uns nicht selbstzufrieden zurücklehnen. Kritische Geister sind mir willkommen, die unserer Sportart den Spiegel vorhalten und uns aber auch mit konkreten Vorschläge Wege aufzeigen."

Der aktuelle Bundestrainer Martin Heuberger erhält von Bauer Rückendeckung: "Er hat bewiesen, dass er in einem schwierigen Umfeld erfolgreich arbeiten kann. Bei den Junioren erfolgreich zu sein, ist oft sogar schwieriger, da nicht immer alles ganz so professionell ist wie bei einer A-Nationalmannschaft."