Tokio (SID) - In Japan sorgt ein erneuter Fall von roher Gewalt im Sport für Aufsehen. Ein Video zeigt einen Volleyball-Trainer einer weiterführenden Schule in der Provinz Gifu, der einen Schüler während einer Übungseinheit vor versammelter Mannschaft 13-mal in 16 Sekunden mit der flachen Hand ins Gesicht schlägt. Die Schule erwägt Sanktionen gegen den Lehrer.

In den letzten Monaten hatte vor allem der Judosport in Japan für negative Schlagzeilen gesorgt. Erst in der vergangenen Woche war Weltmeister Shohei Ono wegen Gewaltanwendung gegen Mitglieder seiner Trainingsgruppe an der Tenri-Universität für 30 Tage von der Hochschule verwiesen wurden.

Der Eklat um Ono traf den nationalen Verband AJFF mitten in den Aufräumarbeiten seiner jüngsten Affären. Im Sommer war Verbandschef Haruki Uemura als Konsequenz aus dem Missbrauchs-Skandal um den ehemaligen Cheftrainer Ryuji Sonoda zurückgetreten, der Mitglieder des Nationalteams während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 sogar mit Bambusschwertern geschlagen haben soll. Zu Jahresbeginn war der zweimalige Olympiasieger Masato Uchishiba wegen Vergewaltigung einer Studentin zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.