Frankfurt/Main (dpa) - Bei vielerorts strahlendem Sonnenschein ist die Landtags- und Bundestagswahl in Hessen ruhig angelaufen. Bis 12.00 Uhr hatten etwa in Frankfurt, Hanau und Marburg rund ein Viertel aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Wahlämter mitteilten.

Rund 18 Kilometer voneinander entfernt gaben der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Herausforderer bei der Landtagswahl, Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), ihre Stimmen ab. Bouffier wählte am Mittag in Gießen, Schäfer-Gümbel im benachbarten Lich. Beide erschienen zuversichtlich in den Wahllokalen, betonten aber auch: Es wird eng in Hessen.

Bouffier und Schäfer-Gümbel treten im selben Wahlkreis als Direktkandidaten für die Landtagswahl an.

Umfragen sagen in Hessen ein enges Rennen zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün voraus. Mit Spannung wird verfolgt, ob die Linke erneut in den Landtag einzieht. Dann könnte es wieder zu unklaren Konstellationen kommen. Auch die FDP muss um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

Die CDU lag in den letzten Umfragen bei etwa 40 Prozent (2009: 37,2 Prozent), die SPD kam auf rund 30 Prozent (2009: 23,7 Prozent). Bei rund 13,5 Prozent und damit auf dem Niveau der letzten Landtagswahl von 2009 werden die Grünen gesehen. Die FDP hatte 2009 satte 16,2 Prozent erzielt, nun liegt sie zwischen fünf und sechs Prozent. Die Linke, die 2009 noch auf 5,4 Prozent kam, wird nach den meisten Umfragen nicht mehr in den Landtag kommen. Erstmals im Rennen in Hessen ist die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD).

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