Berlin (dpa) - Ausgerechnet im Stadion des großen Rivalen FC Bayern hat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund nur knapp eine Blamage verhindert und mit viel Mühe mit einem 2:0 in der Verlängerung das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht.

Das nahezu in Bestbesetzung angetretene Team von Trainer Jürgen Klopp setzte sich in der Allianz Arena erst nach der Verlängerung 2:0 (0:0, 0:0) beim aufopferungsvoll kämpfenden Zweitligisten TSV 1860 München durch. Der kurz zuvor eingewechselte Pierre-Emerick Aubameyang erlöste den BVB in der 105. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter, "Löwe" Dominik Stahl sah für seine Notbremse an Nationalspieler Marco Reus die Rote Karte.

Auch der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg haben den Sprung in die dritte Runde geschafft. Gegen Zweitligist VfR Aalen verbuchten die "Wölfe" ein glanzloses 2:0 (1:0). Augsburg steht nach einem 3:0 (1:0) bei Drittligist Preußen Münster zum fünften Mal in Serie im Achtelfinale. Den Sprung dorthin schaffte zum Auftakt der zweiten Runde auch der SV Sandhausen. Der Zweitligist bezwang mit 3:1 (0:1) den letzten verbliebenen Regionalligisten, den SC Wiedenbrück.

In München war die Arena erst zum dritten Mal bei einem Spiel des TSV 1860 ausverkauft, 71 000 Zuschauer bedeuteten eine Rekordkulisse für die "Löwen". 15 000 BVB-Anhänger sahen, wie die Gastgeber mit neun Mann im und um den eigenen Strafraum verteidigten. Den Dortmundern fehlten die Mittel, ihre drückende Überlegenheit auch zu zwingenden Torchancen zu nutzen - wie bei Jakub Blaszczykowskis Lattenschuss in der 49. Minute. Mitch Langerak, der im Tor Spielpraxis anstelle des in der Champions League gesperrten Roman Weidenfeller erhielt, hatte auf der anderen Seite kaum etwas zu tun. Zwei Minuten nach Aubameyangs Führungstreffer legte Henrich Mchitarjan entscheidend nach.

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking konnte wieder auf seinen in der Bundesliga zuletzt gesperrten Mittelfeldspieler Luiz Gustavo zurückgreifen. Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams vergab Michael Klauß in der 40. Minute die Führung für die Aalener. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fälschte Sascha Traut einen Volleyschuss von Diego unglücklich ins eigene Netz ab. Timm Klose (82.) sorgte nach einem Diego-Freistoß per Kopf für die Entscheidung.

In Münster entschied der nach einer Wunde am Ohr mit einem Kopfverband spielende Tobias Werner mit einem Doppelpack (45./57.) die Neuauflage des letztjährigen Zweitrunden-Duells. Sascha Mölders (59.) beseitigte mit dem dritten Augsburger Treffer letzte Zweifel. Im Gütersloher Heidewaldstadion brachte Sebastian Sumelka (39.) den Außenseiter aus der Regionalliga West in Führung, unmittelbar danach vergab Nick Brisevac die Chance für ein zweites Tor für Wiedenbrück. Nach etwas mehr als einer Stunde sorgten dann die Sandhäuser Ranisav Jovanovic (62./67) und David Ulm (65.) mit für klare Verhältnisse.