Berlin (dpa) - In der SPD wächst die Zustimmung zu einer Mitgliederbefragung über eine mögliche große Koalition. Immer mehr Landesverbände plädieren dafür, die Basis im Fall von Koalitionsverhandlungen mit der Union über das Ergebnis abstimmen zu lassen.

"Das Ziel muss sein, die Mitglieder zu befragen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Axel Schäfer am Dienstag am Rande der ersten Sitzung der neuen Fraktion im Bundestag. Der aus Bochum stammende Schäfer betonte, es sei die Position der NRW-SPD, die Mitglieder eng in den Entscheidungsprozess einzubinden. Er selbst halte die Befragung der Mitglieder über das Ergebnis von Koalitionsverhandlungen für das richtige Instrument.

Auch die SPD-Landesverbände in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Bayern und Rheinland-Pfalz sind für einen Mitgliederentscheid. Der schleswig-holsteinische SPD-Landeschef Ralf Stegner sieht einen Mitgliederentscheid aufgeschlossen, eine solche Befragung dürfe die Partei aber nicht wochenlang politikunfähig machen, verlangte er.

Am Freitag soll ein Parteikonvent über einen Verfahrensvorschlag für mögliche Koalitionsverhandlungen entscheiden. Mehrere Landesverbände wollen den Konvent abwarten und sich dann erst zu einem Mitgliederentscheid positionieren.

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