Florenz (SID) - Am Mittwoch steigt bei der Straßenrad-WM in Florenz der Zeitfahr-Showdown zwischen Tony Martin, Bradley Wiggins und Fabian Cancellara. Der Sport-Informations-Dienst (SID) nennt fünf Gründe, warum der Titelverteidiger wieder triumphiert - oder doch abgelöst wird.

Die Top-5-Gründe, warum Tony Martin wieder Weltmeister wird:

1. Martin kann mit großem Druck umgehen, er beflügelt ihn und lähmt ihn nicht.

2. Martin hat im Zeitfahren großes Vertrauen in seine Fähigkeiten. Das gibt ihm Selbstsicherheit.

3. Der Kurs kommt Martin entgegen. Auf den langen Geraden kann er seine Kraft ausspielen. Auch die Distanz könnte für den 28-Jährigen aufgrund seinen enormen Leidensfähigkeit von Vorteil sein.

4. Durch das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Orica-GreenEdge im Teamzeitfahren musste Martin mit Quick Step durch die technisch schwierige Altstadt in Florenz alles riskieren. Er kennt dadurch die Ideallinie und die Tücken.

5. Martin startet als Letzter und hat ständig die Referenzzeiten von Wiggins und Cancellara. Bei einer Sekundenentscheidung könnte dies der entscheidende Vorteil sein.

Die Top-5-Gründe, warum Tony Martin den Titel-Hattrick nicht schafft:

1. Bradley Wiggins präsentiert sich in noch besserer Verfassung als beim Olympiasieg von London, denn dort war Martin nach einem Handbruch bei der Tour de France gehandicapt.

2. Fabian Cancellara knüpft an die Leistung aus der Vuelta an und verunsichert Martin durch fabelhafte Zwischenzeiten.

3. Martin wird wie beim Prolog der Tour de France 2012 ein Opfer der Defekthexe und verliert durch eine technische Panne alle Chancen.

4. Martin, der lieber bei kälteren Bedingungen fährt, kommt wider Erwarten nicht mit den sommerlichen Temperaturen in der Toskana klar.

5. Martin verliert das "Mind-Game". Auf den langen Gerade haben die Fahrer viel Zeit zum Nachdenken. Martin hält den Faktor "mentale Stärke" für mitentscheidend.