Havanna (SID) - Kuba steht eine kleine Sportrevolution bevor: Die Regierung von Staatschef Raul Castro hat angekündigt, die Löhne von Spitzensportlern ab 2014 anheben und die Einkünfte aus Auslandsauftritten nur noch minimal besteuern zu wollen. Das berichtete Granma, die Volkszeitung des sozialistischen Karibikstaates, am Freitag.

Ziel der Änderungen sei eine "Verbesserung des sportlichen Niveaus, die Schaffung neuer Einnahmequellen und eine Gehaltserhöhung im Einklang mit den sportlichen Leistungen", schrieb die Zeitung. Dumpinglöhne von nur 20 Dollar (etwa 15 Euro) pro Monat und ein Arbeitsverbot im Ausland hatten viele Sportler in den letzten Jahren zur Flucht getrieben.

Die Gehaltsstrukturen sollen durch "Leistungskriterien und Entwicklung" bestimmt werden. Ein Medaillengewinner bei Olympia würde demnach künftig 60 Dollar (45 Euro) pro Monat verdienen. Dazu soll es an Resultate gekoppelte Boni geben. Von im Ausland gewonnenen Prämien dürfen die Athleten künftig 80 Prozent behalten, bisher sind es nur 15 Prozent.