Hamburg (SID) - Manager Heiner Brand vom Deutschen Handball Bund (DHB) unterstützt die Pläne des neuen Verbandsvizepräsidenten Bob Hanning für ein "Deutschland-Buch". Der frühere Weltmeister-Trainer hält einen wie von Hanning vorgeschlagenen Wertekodex für deutsche Nationalspieler für eine gute Idee. "Das damit verbundene Ziel, allen Teams eine einheitliche Spielphilosophie und einen Wertekanon zu vermitteln, ist eine Idee, die man nicht nur haben, sondern auch leben muss", sagte Brand bei Sport1: "Dass man all das formuliert, ist also sehr richtig."

Die Idee für das Buch, das zum Start in die Saison 2014/15 im Sommer des kommenden Jahres fertig sein soll, hatte Hanning in der vergangenen Woche vorgestellt. Nach Wunsch Hannings sollen alle Kräfte im deutschen Handball gebündelt werden, um "mehr Power" für die Rückkehr in die Weltspitze zu entwickeln. In dem Buch gehe es "nicht bloß um eine einheitliche Spielphilosophie für alle DHB-Mannschaften. Es geht auch um einen gemeinsamen Wertekodex für alle deutschen Nationalspieler und Nationalspielerinnen", erklärte Hanning.

Der ehemalige Bundestrainer Brand, der die deutsche Nationalmannschaft 2007 zum WM-Titel geführt hatte, stärkte seinem Nachfolger Martin Heuberger unterdessen erneut den Rücken und nahm abermals die nationale Liga in die Pflicht. "Dass die Quali für Olympia und die EM 2014 nicht geschafft wurde, ist unbestritten bitter. Aber das ist auch eine Konsequenz des Verhaltens in der Liga gewesen, davor habe ich schon seit Jahren gewarnt. Und da muss eben in Zukunft eine bessere Kooperation stattfinden", forderte Brand: "Wenn Talente nicht konsequent gefördert werden, dann bekommt man die Konsequenzen irgendwann zu spüren. Und da ist auch Martin einer der Leidtragenden gewesen."