Berlin (SID) - Das Bundesinnenministerium (BMI) hat dem deutschen Sport wenig Hoffnung auf mehr Fördermittel gemacht. "Erst Ende August 2013 wurde dem DOSB mitgeteilt, dass eine Erhöhung des Sportbudgets nicht möglich ist. Vielmehr wurde der deutsche Sport aufgefordert, unter Beachtung der Haushaltseckdaten die vorhandenen Fördermittel effizienter einzusetzen", sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf SID-Anfrage: "Dem ist der Sport bislang nicht nachgekommen. Vor diesem Hintergrund ist die nunmehr bekannt gewordene Forderung des deutschen Sports nach noch mehr Mitteln unverständlich."

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) habe ein Gremium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bei einer Abfrage bei seinen Mitgliedsverbänden einen jährlichen Mehrbedarf von 38 Millionen Euro ermittelt. Mit welcher konkreten Forderung der Dachverband an das BMI herantreten wird, sei aber noch unklar. In diesem Jahr umfasst die vom BMI finanzierte Förderung des Sports etwa 130 Millionen Euro.

"Die Forderungen des deutschen Sports nach mehr Fördermitteln haben fast rituellen Charakter", hieß es in der Stellungnahme des BMI weiter: "Zunächst ist eine genaue, faktenbasierte Analyse notwendig, bevor man überhaupt über Mittelerhöhungen sprechen kann. Hinzuzufügen ist: Mit an vorderster Priorität steht auch eine bedarfsorientierte Mittelausstattung der NADA (Nationale Anti Doping Agentur, Anm. d. Red.)." Dies, so hieß es weiter, vermisse die Bundesregierung bei den Forderungen des DOSB.