Frankfurt/Main (SID) - Frauenfußball-Bundestrainerin Silvia Neid hat Mitleid mit Phantomtor-Schütze Stefan Kießling. "Er tut mir wirklich leid, denn er kann gar nichts dafür", sagte Neid am Dienstag. Die 49-Jährige glaubt, dass das Bundesligaspiel zwischen 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen (1:2) nicht wiederholt werden muss.

Es sei eine Situation, mit der man leben müsse, meinte Neid. Einen Tipp hatte sie aber dennoch für die Schiedsrichter und Platzwarte parat: "Man muss die Tornetze vielleicht spezieller prüfen."

Auch Teammanagerin Doris Fitschen ist der Meinung, dass es keine Neuauflage des Spiels geben wird. "Tatsachenentscheidung ist Tatsachenentscheidung. Natürlich ist das unglücklich, aber am Ende gleicht sich das meistens wieder aus", sagte die Ex-Nationalspielerin.

Beim 1:2 der Hoffenheimer gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Freitagabend hatte Gästestürmer Kießling in der 70. Minute den Ball ans Außennetz geköpft. Durch ein Loch im Netz war er ins Tor gelangt. Schiedsrichter Felix Brych hatte daraufhin den Treffer gegeben.