Hamburg (SID) - Bob Hanning hat den Druck auf Handball-Nationaltrainer Martin Heuberger erhöht. "Das Scheitern in der EM-Qualifikation ist ein wirtschaftliches und sportliches Debakel. Die Spiele in der Qualifikation waren inakzeptabel, die Platzierungen - ausgenommen die WM 2013 - nicht ausreichend", sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) der Handballwoche. Die Qualifikation für die WM 2015 in Katar müsse "ohne "Wenn und Aber" gelingen.

Die DHB-Auswahl, die das Ticket für Olympia 2012 und die Europameisterschaft im Januar 2014 in Dänemark verpasst hatte, kämpft im Juni des kommenden Jahres in zwei Play-off-Spielen gegen einen noch nicht ermittelten Gegner um die Teilnahme an den Welttitelkämpfen. Hanning betonte, dass er dabei auf Heuberger setzt, der seit Juli 2011 für die Nationalmannschaft verantwortlich zeichnet: "Wir freuen uns auf eine lange Zusammenarbeit mit Martin Heuberger."

Bereits in zwei Wochen hat der Bundestrainer die Gelegenheit, für das erste Ausrufungszeichen unter der neuen Verbandsspitze mit Präsident Bernhard Bauer und Hanning zu sorgen. Die Auswahl des DHB trifft dann im Supercup in Bremen und Hamburg (1. bis 3. November) auf Schweden, Polen und Ägypten. "Der Supercup gehört zu den besten Turnieren der Welt. Er ist ein wichtiger Gradmesser, wo wir stehen", sagte Heuberger.