Greater Noida (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (26) ist nicht zu stoppen und hat auch zum Auftakt des wohl entscheidenden Rennwochenendes im Kampf um seinen vierten WM-Titel in Serie den Rest des Feldes dominiert. Im freien Training zum Großen Preis von Indien (Sonntag, 10.30 Uhr/RTL und Sky) drehte der Red-Bull-Pilot im Smog vor den Toren Neu-Delhis in beiden Sessions die deutlich schnellste Runde (1:25,722 Minuten). Dahinter landete sein Teamkollege Mark Webber auf der 5,125 km langen Strecke (1:26,011/Australien) auf Platz zwei. Dritter wurde Lotus-Pilot Romain Grosjean (1:26,220/Frankreich).

"Es lief ganz gut, wir haben unser Programm abgespult", sagte ein zufriedener Vettel: "Wir hatten ein paar Probleme, aber die können nicht allzu groß gewesen sein. Das Auto hat sich gut angefühlt."

Der spanische Ferrari-Star Fernando Alonso, Vettels einzig noch verbliebener Rivale im Titelkampf, kam nicht über Platz fünf hinaus. Der britische Mercedes-Pilot Lewis Hamilton fuhr auf Rang vier, Nico Rosberg kam im zweiten Silberpfeil auf Platz sechs. Adrian Sutil (Force India/Gräfelfing) sicherte sich Rang zwölf, Nico Hülkenberg (Sauber/Emmerich) musste sich mit Platz 14 begnügen. Das Qualifying steigt am Samstag (10.30 Uhr).

Nach zuletzt fünf Rennsiegen in Folge und dem neunten der Saison hat Vettel 297 Punkte auf dem Konto. Alonso liegt 90 Punkte hinter dem Heppenheimer zurück auf Platz zwei. Bleibt Vettel in Greater Noida vor Alonso, ist der Hesse erneut Weltmeister. Dem Red-Bull-Piloten würde beim 16. von 19 Rennen ein fünfter Platz in jedem Fall zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. Selbst wenn Vettel in Indien nicht in die Punkte fährt, müsste Alonso schon mindestens Zweiter werden, um die Entscheidung noch einmal aufzuschieben.

Vettel wäre der mit Abstand jüngste Vierfach-Champion der Geschichte - Michael Schumacher war bei seinem vierten Titel bereits 32 Jahre alt. Bisher konnten überhaupt erst drei Fahrer vier oder mehr WM-Titel in der Formel 1 gewinnen: Rekordweltmeister Schumacher (sieben Titel), Juan Manuel Fangio (fünf) und Alain Prost (vier). Zudem könnte Red Bull in Indien bereits die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM herbeiführen.