Hamburg (SID) - Unmittelbar vor Beginn der zweitägigen Zusammenkunft der Vorsitzenden der deutschen Landessportbünde in Hamburg hat Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, seine Kritik am Prozedere der Nominierung des designierten neuen DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann bekräftigt. Hörmann wollte sich am Abend den Landeschefs in der Hansestadt vorstellen.

"Ein Großteil meiner Kollegen ist über diese Vorgehensweise verärgert. Von mir kann ich behaupten, dass ich Herrn Hörmann bislang überhaupt nicht kenne. Uns ist aber klar, dass wir gemäß der Satzung keine Möglichkeit haben, eine Mehrheit dagegen zu stellen", sagte der 65-Jährige am Freitag dem SID.

Hörmann, derzeit Präsident des Deutschen Skiverbandes, soll nach dem Willen der 62 DOSB-Spitzenvervände bei der Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Wiesbaden zum Nachfolger von Thomas Bach gewählt werden. Bach steht seit dem 10. September an der Spitze des Internationalen Olympischen Komitees.