Berlin (SID) - Superschwergewichtler Erik Pfeifer aus Lohne und Weltergewichtler Arajik Marutjan aus Schwerin haben bei der Box-WM in Almaty/Kasachstan gegen Lokalmatadoren den Einzug ins Finale verpasst und die Bronzemedaille gewonnen. Pfeifer unterlag Iwan Dytschko 0:3 (27:30, 27:30, 28:29) nach Punkten und musste wie vor zwei Jahren bei den Titelkämpfen in Baku mit dem dritten Platz vorlieb nehmen.

Vize-Europameister Marutjan verlor ebenfalls einstimmig nach Punkten gegen Danijar Jelejussinow (27:30, 27:30, 27:30). "Ich habe verloren, deshalb bin ich nicht zufrieden. Dass alle drei Punktrichter 3:0 werten, das hätte ich nicht gedacht", sagte Marutjan, der im Viertelfinale den topgesetzten walisischen Olympiazweiten Freddie Evans bezwungen hatte: "Für meine erste WM kann man aber schon stolz sein."

Schon vor den beiden Halbfinalkämpfen hatte der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) ein positives Fazit der Titelkämpfe gezogen. Sieben der zehn gestarteten deutschen Teilnehmer hatten das Achtelfinale erreicht und damit einen leichten Aufwärtstrend fortgesetzt. Sowohl bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 als auch vier Jahre später in London waren die deutschen Boxer noch leer ausgegangen.