Köln (SID) - Selbstbewusst wie nie: Nach dem Rollentausch mit Timo Boll und dem Sprung an die Spitze der europäischen Tischtennis-Rangliste sieht Dimitrij Ovtcharov gestiegene Chancen auf die Wachablösung der Chinesen. "Ich glaube an den ganz großen Wurf: Einzel-Gold 2016 bei Olympia in Rio. Und wenn Timo Boll nach seiner Verletzungspause wieder zur Topform findet, können wir auch als Team die Chinesen schlagen", sagte der Europameister nach Rang drei beim Weltcup im belgischen Verviers dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Europameister Ovtcharow, der seine Chance schon 2014 bei der WM in Tokio suchen will, meinte nach seiner bisher besten Weltcup-Platzierung: "Timo Boll und ich sind jetzt die beiden mit Abstand besten Nicht-Chinesen der Welt. Ich bin stolz, erstmals die Nummer eins in Europa zu sein."

Der 25-Jährige räumt nach dem verlorenen Halbfinale von Verviers ein: "Ich hatte Xu Xin nach 3:2 und 6:4 am Rand einer Niederlage und bin etwas traurig, das Spiel nicht gewonnen zu haben." Doch er weiß: "Außer dem Weltranglisten-Ersten Ma Long habe ich schon alle Top-Chinesen geschlagen, oft mehrfach. Und ich fühle Potenzial in mir, mich noch deutlich verbessern zu können."

Im Spiel um Platz drei feierte der 25-Jährige dann den dritten Sieg seiner Karriere über Rekord-Europameister Timo Boll: "Es lief super für mich, auch wenn Timo noch nicht wieder ganz der alte ist", sagt der Olympiadritte von London.

Als "Grundstein des Erfolgs" bezeichnet der gebürtige Ukrainer seine 2013 in der chinesischen Superleague erlangte Erfahrung: "Wir verhandeln derzeit darüber, ob ich auch 2014 dort spielen werde, eventuell auch 2015."