Jerusalem (AFP) In den Ruinen einer römischen Villa in Jerusalem ist eine rund 1700 Jahre alte Verfluchung entdeckt worden, die als Zeugnis eines altertümlichen Rechtsstreit erhalten blieb. Wie die Tageszeitung "Haaretz" am Donnerstag berichtete, entzifferte ein Kölner Wissenschaftler die Inschrift. In dieser erfleht eine Frau namens Kyrilla den Beistand von sechs Göttern aus drei Kulturkreisen, um ihren männlichen Streitpartner Jennis gefügig zu machen. Das bleierne Täfelchen mit der Bannschrift wurde bei Ausgrabungen in der biblischen Davidstadt am Fuße des Tempelbergs gefunden.