Der Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos in einem Schnellimbiss in Freiburg  ist glimpflich abgelaufen. Nach Angaben der Polizei gab es Leichtverletzte. Es sei bei ein paar Schürfwunden geblieben, sagte Alfred Oschwald, Leiter der Polizeidirektion Freiburg. Am Morgen hatte die Polizei einen 36-Jährigen festgenommen, der sich dort seit 14 Stunden mit erst zwölf, dann elf Personen verschanzt hatte.


Ermittler sei es gelungen den Täter zu überreden das Gebäude zu verlassen, sagte Oschwald. Der 36-Jährige hatte die Nacht über zwölf Personen bei sich gehabt und gedroht, das Lokal im Freiburger Industriegebiet in die Luft zu sprengen. Ein anderer Mann verließ am frühen Morgen den Imbiss und wurde vernommen.

Geiselnahme aus Furcht vor Gerichtstermin

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der 36-Jährige die Menschen in seiner Gewalt habe. Der Täter sei nicht berechenbar, laut und aggressiv, hatte es geheißen. Unmittelbar vor dem Einsatz teilten die Beamten aber mit, die mutmaßlich festgehaltenen Personen seien Unterstützer des Mannes gewesen. Was dieser mit seiner Tat erreichen wollte, war zunächst unklar.

Der Imbiss-Besetzer ist verheiratet, hat fünf Kinder und soll kurdischer Herkunft sein sowie einen kriminellen Hintergrund haben. Er war laut Polizei am Donnerstag "unentschuldigt einem Gerichtstermin ferngeblieben" und rechnete "offenbar mit Konsequenzen". Vor Gericht sollte er sich demnach wegen Rauschgiftdelikte verantworten.