Der Kurznachrichtendienst Twitter strebt bei seinem Börsengang höhere Einnahmen an. Während das Unternehmen zunächst 1 Milliarde Dollar mit dem Verkauf von Aktien einsammeln wollte, hofft Twitter nun auf einen Erlös von bis zu 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro), wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht.


Das in San Francisco ansässige Unternehmen strebt eine Bewertung an der Börse von knapp elf Milliarden Dollar an. Die Prognosen einiger Analysten hatten im Vorfeld bis zu 15 Milliarden Dollar gereicht. Twitter wird 70 Millionen Anteilsscheine anbieten, wie aus dem Prospekt weiter hervorgeht. Zudem stehe bei starker Nachfrage eine Mehrzuteilungsoption von 10,5 Millionen Dividendenpapieren zur Verfügung.

Mit Kürzel TWTR soll Twitter gehandelt werden

Wann genau Twitter an die Börse geht, ist dabei noch unklar, wird aber für den 7. November erwartet. Die Twitter-Aktien sollen an der New Yorker Börse Nyse unter dem Kürzel TWTR gehandelt werden.

Twitter würde der größte Internet-Börsengang seit Facebook im Mai vergangenen Jahres. Das Soziale Netzwerk hatte damals 16 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt eingesammelt. Allerdings ist Facebook mit zuletzt 1,15 Milliarden Mitgliedern auch größer als Twitter mit 230 Millionen aktiven Nutzern.

Twitter geht mit roten Zahlen an die Börse

Twitter verliert zudem weiterhin Geld, ungefähr 134 Millionen Dollar nur dieses Jahres – fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Den geforderten Aktienpreis rechtfertigt das Unternehmen mit seinem rasanten Wachstum. So verdoppelte sich der Umsatz im gleichen Zeitraum auf 422 Millionen Dollar.

Der Nachrichtendienst macht sein Geld vor allem mit Werbebotschaften im Nachrichtenstrom der Nutzer. Die Hoffnung ist, dass diese Anzeigen in der Zukunft deutlich mehr einbringen.