Brüssel (AFP) Im Gerichtssaal ging es um sechs Messer. Erstochen worden war damit niemand - die Instrumente standen aus anderem Grund im Mittelpunkt: Waren sie "Made in Germany", wie es auf der Packung hieß, oder kamen sie vielmehr aus China? Denn in der Volksrepublik, so das Oberlandesgericht Düsseldorf in seinem Urteil vom April 2011, war "das später zum Messer werdende Werkstück erhitzt, geschmiedet, der Klingenbereich umgeschnitten, gehärtet und geschliffen" worden. Die Messer waren Teil eines Bestecks, das ansonsten tatsächlich voll aus Deutschland kam.