Los Angeles (dpa) - Auf dem Flughafen von Los Angeles hat ein Mann um sich geschossen und einen Sicherheitsbeamten getötet. Das teilte die Verkehrssicherheitsbehörde TSA der Nachrichtenagentur dpa am Freitag mit.

Mehrere Menschen wurden verletzt. Mindestens ein weiterer Beamte sei angeschossen worden, teilte David Bowdich von der Bundespolizei FBI Stunden nach dem Vorfall mit. Bei dem Toten handle es sich um den ersten TSA-Beamten, der am Arbeitsplatz getötet wurde, sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti.

Der mutmaßliche Schützen ist nach Behördenangaben ein 23 Jahre alter US-Amerikaner, der in Los Angeles lebt. Über ein mögliches Motiv machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Der Schütze hatte ein Sturmgewehr aus einer Tasche gezogen und das Feuer auf die Beamten eröffnet. Ein Polizist gab kurz darauf mehrere Schüsse auf den Täter ab, dieser kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Die Schüsse fielen an den Sicherheitskontrollen im Terminal 3. Der Mann habe den Sicherheitsbereich durchbrochen, hieß es. Am Airport war Panik und Chaos ausgebrochen. Zunächst hatte es unterschiedliche Angaben über mögliche Todesopfer gegeben. So hatten US-Medien zwischenzeitlich von drei Toten berichtet.

Augenzeugen berichteten dem Sender CNN, viele Menschen hätten Schutz gesucht oder seien weggelaufen. Reisende hätten geschrien und Kinder geweint. Kurz nach den Schüssen setzte eine panische Flucht ein, sagte Augenzeuge Cuck Ocheret dem Sender. Menschen hätten einander zugerufen, sich in den Toiletten oder hinter Gegenständen zu verstecken. "Es war wohl die grauenhafteste Erfahrung, die ich je gemacht habe", sagte ein weiterer Augenzeuge.

Das Internetportal TMZ.com stellte ein über einminütiges Handy-Video eines Augenzeugen ins Netz, das Menschen in panischer Flucht zeigt. Einige werfen sich schutzsuchend auf den Boden, andere rennen schnell auf Ausgänge zu.

Sechs Stunden nach dem Vorfall war der betroffene Terminal wegen den Ermittlungen am Tatort immer noch geschlossen. Zeitweise hatte die Flugbehörde Flüge von und nach Los Angeles aufgehalten. Dutzende Flüge an einem der größten Flughäfen der USA waren betroffen. Passagiere saßen Stunden auf den Startbahnen und in Abflughallen fest. Fast 750 Flüge waren insgesamt betroffen.

Die Zugangsstraßen zu LAX wurden gesperrt. Fernsehbilder zeigten Hunderte Menschen, die vor den Terminals zu Fuß unterwegs waren. Der Bürgermeister von Los Angeles rief Reisende dazu auf, sich von dem Flughafen fernzuhalten.

Wie die Flughafenleitung über Twitter mitteilte, begann der Vorfall um 9.30 Uhr morgens (Ortszeit). Terminal 3 wird vor allem von kleineren US-Fluggesellschaften bedient. Die Flughafenleitung forderte Reisende auf, sich bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren.